Aktuelles:

August 2023:

Am 10. August wurden im Rahmen eines Workshops rund 20 Teilnehmer:innen aus Verwaltung, Gremien, Stadtgesellschaft die Ergebnisse aus der Bestandsaufnahme präsentiert.

Gemeinsam wurden diese beraten und erste Schwerpunkte für das Inklusionskonzept erarbeitet.

Die Dokumentation des Workshops finden Sie hier.

Und: das Projekt Inklusionskonzept ist auch bei dem Aktionstag für Senior:innen und Menschen mit Behinderung am 27. August 2023 auf dem Markt Lechenich dabei!

Juni 2023:

Wir befinden uns in der Bestandsaufnahme.

Es werden momentan Interviews mit verschiedenen Akteuren in der Stadt geführt, statistische Daten und die Unterlagen aus dem Ratsinformationssystem werden gesichtet und ausgewertet.

Außerdem finden aktuell zwei Umfragen statt:

Die Bürger:innenbefragung ist nun online geschaltet und in verkürzter Form auch in Papierform zum Download bereit. Beides wird nun intensiv beworben.

Und es wurde eine Befragung bei den Mitarbeiter:innen der Stadt Erftstadt gestartet. Hier gibt es zwei Kernthemen: Wie ist der Zugang für Bürger:innen mit Behinderung zu den städtischen Dienstleistungen? Und wie können Auszubildende und Mitarbeiter:innen mit Behinderungen bei der Stadt gut arbeiten?

Grundlagen:

Das Projekt „Inklusionskonzept der Stadt Erftstadt“ wurde im März 2023 von der Stadt Erftstadt gestartet. Das Planungsbüro transfer – unternehmen für soziale innovation unterstützt das Projekt (https://www.tranfser-net.de).

Die Stadt Erftstadt will einen konkreten und verbindlichen Plan entwickeln, um bestehende Barrieren von Menschen mit Behinderungen abzubauen und so die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen weiter umsetzen.

Menschen mit Behinderungen im Sinne der UN-Konvention sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die eine Beeinträchtigung haben und auf einstellungs- und umweltbedingte Barrieren in der Gesellschaft treffen.

Das Projekt beschäftigt sich mit verschiedenen Handlungsfeldern:

  • Wohnen
  • Arbeit/Beschäftigung
  • Mobilität
  • Schule, Bildung und Qualifizierung
  • Gesundheit und Behinderung
  • Freizeit, Kultur, Sport
  • Frühkindliche Entwicklung
  • Senior:innen und Pflegebedürftigkeit
  • Bewusstseinsbildung / Öffentlichkeitsarbeit
  • Stadtverwaltung

Für alle Handlungsfelder ist die Barrierefreiheit zentral:

Sind die vorhandenen Angebote für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen gut zugänglich?

Barrierefreiheit bezieht sich nicht nur auf bauliche Barrieren, sondern können auch in Bezug auf fehlende Unterstützungsangebote oder mögliche Vorbehalte gegenüber Menschen mit Behinderungen bestehen.

In dem Projekt werden verschiedene Bestandteile bearbeitet:

1. Bestandsaufnahme

Ziel ist die empirische Beschreibung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen.

Hierfür werden Leitfadeninterviews mit ausgewählten Personen geführt, die einen guten Überblick über die Situation in Erftstadt haben und auch aus eigener Erfahrung berichten können. Außerdem werden verschiedene Statistiken ausgewertet, zum Beispiel die Schwerbehinderten-Statistik. Die Sitzungsprotokolle der städtischen Gremien werden für die letzten drei Jahre untersucht: Wo waren Themen der Inklusion auf der Tagesordnung? Was ist damit passiert?

2. Bedarfsanalyse

Ziel ist die Identifikation von Handlungsbedarfen.

Im Rahmen eines Workshops werden die Ergebnisse aus der Bestandsaufnahme beraten:

In welchen Bereichen liegen mögliche Schwerpunkte?

3. Ziel- und Maßnahmenkatalog

Ziel ist die Entwicklung eines verbindlichen Handlungsplans für die Stadt Erftstadt.

Im Rahmen eines Workshops werden gemeinsam konkrete Ziele- und Maßnahmen erarbeitet. Diese müssen überprüfbar und priorisiert sein.

Es wird auch geprüft, welche Fördermöglichkeiten es für einzelne Maßnahmen geben könnte.

Um die Einwohnerinnen und Einwohner sowie die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung einzubeziehen, sind zwei Befragungen vorgesehen.

  • Bürgerbefragung: Die Bürgerinnen und Bürger werden zu ihrer Einschätzung der Inklusion, zu ihren Ideen und Anliegen befragt. Der Fragebogen wird aktuell erarbeitet.
  • Verwaltungsbefragung: Alle städtischen Mitarbeitenden werden zu ihren Erfahrungen und zu ihren Ideen und Anliegen für eine inklusive Verwaltung befragt. Der Fragebogen wird aktuell erarbeitet.

Das ganze Projekt wird durch einen Projektbeirat begleitet. Der Projektbeirat berät die Stadt Erftstadt und transfer.

In dem Projektbeirat sind Personen aus folgenden Organisationen vertreten:

  • Stadt Erftstadt
    • Amt 50 Soziales und Migration
    • Gleichstellungsbeauftragte
    • Inklusionsbeirat
    • Inklusion KITA
    • Kämmerer und Beigeordneter
    • Mobilitätsmanagerin
    • Personalrat
    • Senioren-, Pflege- und Behindertenberatung
    • Seniorenbeirat
    • Sozial- und Demographiebeauftragte
    • Stadtentwicklung
    • Technischer Beigeordneter
  • Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
  • Kontakt-, Koordinierungs- und Beratungsstelle (KoKoBe)
  • Lebenshilfe
  • Sozialdienst katholischer Männer (SKM)
  • Kreissportbund Inklusion
  • Kreis Erftstadt – Gesundheitsamt
  • Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Die erste Sitzung des Projektbeirats war am 28. April 2023.

Das folgende Schaubild zeigt den geplanten Ablauf: